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Mich Seite (die Dritte)
Heute geht es um mein Lieblingssammelgebiet : SPANIEN
Prinzipiell sammele ich eigentlich alles was mit Spanien zu tun hat, allerdings habe ich vor einigen Jahren einen Schlussstrich gezogen, was das Sammeln der Neuheiten anbelangt. Um die verbleibenden Abschnitte der mich interessierenden Spanien-Philatelie hier aufzuzeigen, reicht der Platz beim besten Willen nicht aus. Deswegen werde ich heute mit einem meiner Lieblingszeitabschnitte beginnen, und dies dann später weiter ausführen.
Die schönste und "authentischte" Zeit jedes Sammelgebietes ist sicherlich die Klassik. Für Spanien begann diese Zeit im Jahre 1850 mit der Herausgabe der ersten Briefmarken.
Leider sind die ersten Ausgaben Spaniens bis ca 1855 zum Teil ausgesprochen selten, und dementsprechend teuer. Deswegen eignen sie sich für den Normalsammler nur bedingt zur Spezialisierung ( es gibt da auch Möglichkeiten, aber darüber ein anderes Mal mehr). In der Regel ist man froh, wenn man abgesehen von den Inlandsporto-Tarif-Werten wenigstens ein echtes Exemplar jeder erschienenen Marke bis 1855 in seiner Sammlung hat.
Ab ca 1855 allerdings war das Postaufkommen dann so hoch, daß auch dementsprechende Auflagen produziert wurden. Kleinauflagen von unter 10.000 Exemplaren kamen nun bei den Freimarken nicht mehr vor.
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| Spanien Nr. 1 auf Brief von Zaragoza (Aragon) nach Barcelona (Catalu) 25.04.1850 | ||
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| Auf dem Brief erkennt man auch noch einen Taxvermerk zu 6 Ms. der einen steuerlichen Zwangzuschlag darstellt. Rückseitig findet man dann, wie seinerzeit üblich, einen Ankunftsstempel von Barcelona. |
Anhand dieses Briefes erkennt man schnell wie ein ordnungsgemäß bearbeiteter Spanien-Klassik-Brief auszusehen hatte. Daraus ergibt sich aber auch, dadie Erstausgaben Spaniens für Stempelsammler "relativ" langweilig waren, da die Entwertungsstempel üblicherweise stumm sein sollten. Die Spinnenstempel wurden zwar 1852 gegen Gitterroststempel ausgetauscht, und auch die Ortsstempel veränderten ihr Aussehen (siehe auch die nächsten Belege), aber die Entwertungen auf losen Marken, waren, von Ausnahmen abgesehen, eintönig :
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| Spanien Nr. 17 auf Brief von T??? (Catalu) nach Tarragona (Catalu) vom 23.02.1853 | ||
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Auch dieser Brief ist ordnungsgemäß bearbeitet worden, nun aber mit dem neuen Entwertungsstempel, allerdings noch mit der alten Orts-Stempelform (leider nicht deutlich) --- Wer eine Ahnung hat um welchen Absendeort es sich handelt, bitte bei mir melden. --- |
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| Spanien Nr. 40 auf Brief von Sevilla nach Cadiz vom 27.11.1857 |
| Markenentwertung vorschriftsgemäß mit dem Gitterroststempel |
| Neue Ortstempelform nun zumeist in scharz
abgeschlagen, allerdings auch in rot, blau und gruen vorkommend und in 2
leicht verschiedenen Typen existent. Der Stempel zeigt neben Ort und Datum
unten in Klammern eine "7". Dies zeigt an, daß mit der Einführung dieses
neuen Stempeltyps auch eine Umstellung in der Organisation des
Postwesesens vollzogen wurde: Auch die alten, aus der Vor-Phila Zeit stammenden Ortstempel hatten Kennziffern (siehe oben "4-Zaragoza-4-Aragon", oder den Catalu/span>a Stempel mit der Kennziffer 5). Diese kennzeichneten die sogenannten Demarcaciones Postales (Postgebiete). Spanien und die damals verbliebenen Kolonien waren in 31 dieser Postgebiete unterteilt, die im wesentlichen die geographischen Regionen umfassten. Mit der Einführung der neuen Ortstempel kam es aber zu einer Neuorganisation, die sich in erster Linie nach den Provinzen (kleinere Verwaltungseinheiten innerhalb der Regionen, auch heute noch durch die ersten 2 Ziffern der Postleitzahlen darzustellen) richtete. |
Bisher gab es richtige Stempelvielfalt nur auf Belegen aber nun wirds richtig interessant :
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| Spanien Nr. 40 auf Brief von Madrid nach Sevilla vom 21.11.1858 | ||
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Noch immer beigesetzt der Orts-Datumsstempel. Wie im naechsten Beleg zu sehen ist, unterscheiden sich die Stempel der Provinz-Hauptstädte, und der anderen Postämter der gleichen Provinz. Die Ortsstempel der Provinzhaupstädte als Abschlag auf Marken sind relativ selten, da die Entwertung mit dem Wagenrad ja nun vorgeschrieben war. Als alleinige zentrische Entwertung auf Marke absolut RRR und LHpreise.. |
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| Spanien Nr. 40 Auf Brief von Quintanar De La Orden (Provinz Toledo) nach Madrid vom 09.07.1859 |
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Hier noch ein Beispiel wie es innerhalb der Provinzen aussah : Da die Wagenrad-Entwertungsstempel nur in den Hauptstädten vorhanden waren, mussten/durften Briefe, die in den anderen Postämtern innerhalb der Provinzen aufgegeben wurden mit dem Ortsstempel entwertet werden. Ein extra Ortstempelabschlag neben der Marke war auch vorgeschrieben. Man sieht nun auch, daß im unteren Bereich des Stempels statt der Kennziffer nun der Provinzname steht (im Gegensatz zu den Ortstempeln der Hauptstädte). |
Soweit die Entwicklung bis zu meinem Lieblingsgebiet der spanischen Philatelie.
Ich selbst sammele nun alles (!) was mit den Marken und Entwertungen der spanischen Marken zwischen 1855 und 1864 zu tun hat. Die Marken die ich suche, sehen so aus (es gibt sie natlich auch in anderen Farben und mit anderen Werten, aber ich suche alle):
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| 1855-56 | 1860 | 1862 | 1864 |
Ich suche ständig nach schönen Stücken mit möglichst klaren Stempeln. Wer etwas anzubieten hat, oder wer weiß wo es was gibt, bitte unbedingt melden. Wagenrad-Entwertungen sollten zentrisch sein, oder halt komplett auf Einheiten, oder Briefstuecken / Belegen :
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| IDEAL !!! | FEIN ! |
Bei den Ortsstempeln interessieren mich natürlich auch besonders die Püppchen, aber identifizierbare sind auch gut :
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| Fast Ideal !! | Gut,geht aber besser | Schoene Einheit, Stempel leider nur grad so brauchbar | unbrauchbar |
Wie man bei meinen Beispielen sieht gibt es durchaus Unterschiede bei ein und derselben Marke (hier die Nr. 44). Da mich auch dies interessiert, suche ich auch stdig Vergleichsmaterial von meinen Lieblingsserien (1855-64), die für meine Stempelsammlung nicht zu gebrauchen sind. Ebenso die motivgleichen Marken aus den Kolonien (Cuba, Philippinen, span. Westindien). Also Bitte unbedingt melden -))
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